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Was ist “Open Source VR” und wer steckt dahinter?

Open Source VR (OSVR) ist ein erster Linie ein Projekt von Razer Inc. und wird von einem quasi Experten Sensics im VR-Bereich unterstützt. Razer ist vielen im Gaming-Bereich bereits als Hersteller von Gaming-Peripherie, wie speziellen Mäusen und Tastaturen bekannt. Sensics dagegen, ist schon vor dem neuen Hype im VR-Bereich aktiv gewesen, hat aber nie so ganz den Durchbruch geschafft und sieht vermutlich unter der Marke “Open Source VR” eine Chance im kommerziellen Bereich Fuß zu fassen.

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(Quelle: OSVR)

OSVR besteht nach eigenen Angaben aus 2 unabhängigen Teilbereichen, zum einen der Open Source Hardwarebereich und zum anderen der Open-Source-Software-Bereich. In wieweit es sinnvoll ist, diese zwei Bereiche so strikt von einander zu trennen, wird sich im Zuge der Weiterentwicklung noch zeigen. Was die Mädels und Jungs sich unter “Open Source Hardware” vorstellen, hab ich auch noch nicht wirklich ergründen können. Ich stelle mir da eigentlich auswechselbare, community-entwickelte Module vor, die kostengünstig nachbestellt werden oder per 3D Druck hergestellt können. Ersteres wäre beim aktuellen VR Entwicklungsstand wohl nicht zu machen und wie sehr die Hardware “Open Source” ist wird sich wohl erst später offenbaren.

Die erste bestellbare Hardware war für Juli 2015 angekündigt und bereits jetzt (Ende August) gibt es 3 verschiedene Varianten des “Hacker Dev. Kits” zu bestellen. Mit an Board sollen jetzt übrigens auch Ubisoft und der Hardware-Hersteller Vuzix sein.

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(Quelle: OSVR)

Herzstück von OSVR ist zweifelsohne die quelloffene Softwareplattform, die es ermöglichen soll über eine breites Spektrum an Betriebsystemen, Virtual Reality Devices zu erkennen, zu konfigurieren und mit Ihnen zu arbeiten. Genau hier liegt der Hase im Pfeffer…
Durch die aktuelle Aufstellung von Herstellern, Produzenten und sonstigen Mitspielern im VR-Bereich, ist schon jetzt eine plattformbezogene Fragmentierung zu erkennen. Samsung möchte wohl mit aller Macht den Mobile VR Markt erobern. Im PC Bereich entwickelt sich Oculus Rift prächtig, bekommt aber Konkurrenz vom nicht zu unterschätzenden HTC-Vive-Device und auf den Konsolen spielt Sony die erste Geige, Nebenspieler Microsoft orakelt derweil mit Hololens wo ganz anders rum. Tante Apple sitzt -wie immer- im Keller und packt nur dann was auf den Tisch, wenn es etwas GANZ Großes ist.
Schafft OSVR hier eine Softwareplattform zu etablieren, die mit verschiedenen Devices auf den unterschiedlichsten Plattformen arbeiten kann, könnte da etwas Großes und Wichtiges entstehen. Gerade ein Verknüpfung von mobilen und PC VR-Erlebnis könnte aus meiner beschränkten Sicht, zielführend sein. Ob man es dagegen schafft das selbst gesteckte Ziel, einen eigenen Standard mit festem Hardwarebezug zu etablieren, muss sich in der harten Realität beweisen.

Ende Juli gab OSVR übrigens bekannt, den chinesischen Softwaregiganten qihoo 360 mit an Bord und damit Zugang zum chinesischen Markt zu haben. Qihoo 360 betreibt einen der größten Appstores in China mit 800 Millionen Usern. So soll es der großen Anzahl chinesischer Developer und natürlich auch Konsumenten ermöglicht werden, leichter Zugang zum OSVR System zu erhalten.

Hardware Details

Das Hacker Development Kit gibt es displaytechnisch bereits in 2 Varianten, wobei bei Variante 2 lediglich von einem verbesserten OLED-Display mit erhöhter Bildqualität die Rede ist. Die Auflösung von 1920×1080 bleibt dabei die Gleiche. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass man bei OSVR momentan eine kleine Box am Gürtel mit sich herum schleppt.

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(Quelle: OSVR)

Hardfacts:

Display
Verbessertes OLED 5,5″ Dislay mit Full HD mit einer Pixeldichte von 401 PPI bei 60 FPS für eine verbesserte Bildqualität.
Optik
2-Linsen Objktive für eine kristallklare Bildqualität (weniger als 13% geometrische Verzerrung) und 100-Grad-Sichtfeld. Verstellbare Optik, um Niveau der Sehkraft und Augenabstand (IPD) gerecht zu werden.
Gürtel-Box
Verhindert Kabelsalat und verfügt über USB 3.0-Konnektivität und integrierte Surround-Sound-Codec.

Gesichtsmaske
Verbesserte Bambus Mikrofaser Schaumstoff Gesichtsmaske für zusätzlichen Komfort in Holzkohle Optik.

 

 

 

 

 

 

 

Wie hier schon zu erkennen ist, ist die Hardware nicht wirklich up-to-date und will man erfolgreich sein, wird man hier wohl noch nachbessern müssen. Da es sich hier jedoch um ein “Devolpment Kit” handelt, ist die adressierte Zielgruppe eher unter Entwicklern und begeisterten Tüftlern, als bei VR-fixierten Zockern zu suchen. Fakt ist auch, dass die zur Verfügung stehenden Ressourcen, in Form von Kapital und Know How, nicht wirklich mit denen der aktuellen Größen der Branche mithalten können und die Entwicklung logischerweise etwas hinterher hinkt. Berichten zufolge soll auch das VR-Erlebnis aktuell keinesfalls mit vergleichbaren Modellen mithalten können. Die geringe Auflösung, die kleinere Bildwiederholrate (60fps) und das nicht vorhanden sein von neueren Tricks, wie eine Low-Persistence-Darstellung (Bild wird nur wenige Millisekunden beleuchtet, damit es nicht verschmiert) oder dem “Asynchronous Timewarp”, (Bilder werden erst im letzten Moment mit der Tracker-Position abgeglichen), sind wohl noch enorm spürbar und dem VR-Erlebnis abträglich.

Ausblick

Der gefühlten Entwicklungsstand -ohne das Gerät getestet zu haben- liegt wohl im Vergleich zu Oculus Rift noch vor deren Dev Kit I.  Der Open-Source-Ansatz ist sehr löblich, jedoch müssen hier noch weitere “sich öffnende” Schritte folgen, um nicht als reiner Marketing-Ansatz zu verkommen. Meint es Razor mit dem Open-Source-Gedanken wirklich ernst und verabschiedet sich von der Hardwarefixiertheit, dann kann man zukünftig eine echte Alternative zum Mainstream entwickeln. Gerade in die Kompatibilität der Software sollte viel Entwicklerenergie fließen. Wir werden es in absehbarer Zeit mit zig System zu tun haben und eine Plattform, die diese sinnvoll verbinden kann, könnte hier der Durchbruch -auch für die eigene Hardware- darstellen.

Open Source VR mit dem Hacker Dev Kit. 1.2

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- Virtual Reality Freak der vorletzten Stunde, zu Hause in den zwiebelförmig Schichten der Matrix_en des Lebens und immer auf der Suche nach der roten Pille. The Blue One SuXs!

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