Sony’s VR-Debüt mit Projekt-Morpheus

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Auch der Hersteller der Spieleplattform ‚Playstation‘, Sony Computer Entertaiment, zögerte in puncto VR nicht allzu lange und wartet mit einem eigens für die PS4 designten VR- Headset auf, welches unter dem geheimnisvollen, futuristischen, jedoch auch erst einmal firmeninternen Codenamen „Project Morpheus“ bereits jetzt in der Gaming und VR Landschaft für Aufmerksamkeit sorgt.

(Quelle:Sony Entertainment)

Technik

Als ich das erste mal Sony´s VR-Brille sah, musste ich unweigerlich an den Film “iRobot” denken. Das Design an sich ist schon etwas gewöhnungsbedüftig, allerdings ist es der Tatsache geschuldet, dass im “Stirnband” der Brille mehrere Lautsprecher angebracht sind, sodass ein 3D Soundeffekt entstehen soll. Das ist in dann der Tat evolutionär, denn ein möglichst gutes VR-Erlebnis kommt nicht ohne guten Sound aus. Wenn dieser dann noch “3D” ist, also wenn ich von hinter beschossen werden, höre ich es auch von hinten schießen, dann erfüllt das helmartige Stirnband wohl eine vernüftigen Zweck.  Die Cyberbrille weist laut neuesten Angaben ein Sichtfeld von 100° auf, in einer Gesamtauflösung von 1.920×1080 (Full HD) Pixeln. Die Brille kann entweder über einen HDMI- als auch über einen USB- Anschluss angeschlossen werden, was bedeutet, dass in der weiteren Überlegung selbst ein PC-Anschluss denkbar wäre. Inwieweit hier dann später Schutzmecheanismen eingebaut werden, um die Brille nicht zweck..ähä…konsolenfremd einzusetzen ist noch nicht bekannt, aber wir alle kennen ja Sony…
Die Daten von der Bewegungen des Users werden über headsetinterne Bewegungs- und Beschleunigungssensoren gemessen, erfasst und verarbeitet. Zusätzlich ist die Hardware des VR-Headsets mit der Peripherie-Hardware der PS4 kompatibel, wie den Dual-Schock- und Move- Controllern oder optional der PS4-Kamera.

Hardfacts

Auf den ersten Blick, stört uns vor allem, die im Vergleich relativ niedrige Auflösung. Sony hat aber gekonnt eine marketingtaugliche Erklärung parat, denn durch das Einfügen von sog. RGB-Pixeln bekommt jedes Auge 1920×1080 Pixel. Das erinnert mit irgendwie an die Hz-Angaben bei LED-TV´s, aber okay…

Wie die 120 Frames pro Sekunde bei jedem Spiel erreicht werden sollen, ist auch noch nicht so ganz klar. Es soll aber eine Form von “Framerate-Upscaling” zum Einsatz kommen, wobei der Eindruck einer höheren Framerate entstehen soll.

Zusammenarbeit mit Oculus Rift

Interessanterweise ist hervorzuheben, dass sich die Entwicklerteams von Sony mit den Entwicklerteams von Oculus VR, Inc., die Virtual-Reality-Technologie betreffend, unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen zusammengeschlossen haben. Das Ziel, die jeweilige VR-Technologie bis zu ihren Releases perfektioniert und ausgereift zu wissen, um potentielle Kunden von dieser Innovation im Gaming-Bereich bereits mit deren ersten Benutzung zu überzeugen, ist schließlich für beide Firmen von entscheidender Bedeutung. Wird Virtual-Reality  das ‚Next Big Thing‘ in der Spiele-Branche, dann darf diese weder durch hardwaretechnische noch durch softwaretechnische Mängel bereits in ihren Anfängen negativ auffallen.

So kommt dem Entwicklerteam von Oculus die immense weil jahrelange Erfahrung von Sony im Gaming-Bereich zugute, während Sony durch die beachtliche avantgardistische Rolle in der VR-Technologie von Oculus Rift profitiert. Beide Konzerne profitieren aus ihren jeweiligen Erfahrungen, um die Veröffentlichung der neuen Gaming- Technologie als Erfolg feiern zu können.

Demnach widmete sich Sony bereits den ‚Kinderkrankheiten‘ ihrer Cyberbrille, die sich während der E3 2015 in L.A. zeigten. Dazu gehörten etwa „komplett gerenderte Spielfiguren“ (Quelle: Golem.de), die bei den Benutzern jedoch zum einen für Verwirrung und Ablenkung sorgten und somit zum anderen für einen nicht unerheblichen Teil der ‚Motion Sickness‘ ihrer User mitverantwortlich sind. Das Problem wurde seitens Sony dadurch behoben, dass der komplett gerenderte (und demnach für den Spieler wahrnehmbare) Torso aus dem eigentlichen Spiel verschwunden ist. Entsprechende Spieledemos werden seitdem als angenehmer empfunden.

Auch legt Sony Computer Entertaiment sehr viel Wert auf die Erfahrung, die eine Benutzung des VR-Headsets beim User hinterlässt. Besonders im Bereich der Community. So soll laut Dr. Richard Marks, dem Director of PlayStation Magic Lab, gerade die Interaktion zwischen den Menschen auf eine neue Stufe gehoben werden, weil sie wesentlich intensiver, sozialer und persönlicher wahrgenommen wird als es bei konventionellen Online-Games der Fall ist.

“In der VR kannst du wirklich den Raum mit jemanden teilen und es fühlt sich an, als stünde er direkt neben dir wenn du sprichst, und seine Stimme kommt aus seiner Richtung. So fühlt es sich an, als ob ich näher und interaktiver an der Person dran bin, als ich es je in einem traditionellen Onlinespiel sein könnte.“

(Quelle: Link)

Projekt Morpheus ist “fertig”

In Puncto Hardware soll „Project Morpheus“ bereits vollendet sein, so äußerte sich zumindest  der bei Sony als Hardware -R&D- Engineer angestellte Dennis Castleman auf seiner Facebook-Seite. Dennoch wird an den Release-Plänen für das Frühjahr 2016 festgehalten. Der Grund dafür liegt in der bisher kaum vorhandenen, hochwertigen Spielesoftware für das entsprechende VR-Headset. Bislang gebe es zwar einige Tech-Demos, die jeweilig qualitativen Vollversionen dafür seien jedoch für Anfang 2016 geplant.

Mit Hochdruck wird an Ideen für neue Spielesoftware gearbeitet. So sucht das neue Studio North West, welches dieses Jahr in Manchester, England gegründet wurde, einen Künstler, der im Stil des japanischen Zeichentrickstudios Ghibli arbeitet. Aus diesen Informationen lässt sich schließen, dass sich die Gamer des VR-Headsets der PS4 auf ein Animee-ähnliches Spieleabenteuer freuen können, was in dieser Form wohl nur von Sony Computer Entertaiment auf den Markt gebracht werden kann.

Über den Autor
Tom Scharlock

Tom Scharlock

Virtual Reality Enthusiast der vorletzten Stunde, zu Hause in den zwiebelförmig Schichten der Matrix_en des Lebens und immer auf der Suche nach der roten Pille. The Blue One SuXs!

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