Facebook’s CEO Marc Zuckerberg erzählt Details über den Oculus Rift-Deal

Facebook’s CEO Marc Zuckerberg erzählt Details über den Oculus Rift-Deal

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Da die Ausrichtung des Virtual-Reality-Unternehmens Oculus Rift im Gaming-Bereich liegt, hatte der der Facebook-CEO ursprünglich wenig Interesse an dem Unternehmen. Facebooks werben um Oculus VR war anfänglich so schwierig, dass der Mega-Deal beinahe verhindert wurde.

Der Vanity Fair sagte Mark Zuckerberg, dass das erstes Gespräch mit Oculus CEO Brendan Iribe über das VR-Headset des Unternehmens Ihn nicht sonderlich beeidruckt hat. Ja er verlor sogar sein Interesse, als er von der primären Ausrichtung des Gesamtkonzeptes in Richtung Gaming-Community erfuhr.

Das Ganze spielte sich etwa zu dem Zeitpunkt ab, an dem das Interesse insgesamt an Oculus Rift zu steigen begann und gerade andere Unternehmen in zunehmendem Maße interessiert am VR-Headset und den Möglichkeiten im Gaming-Bereich waren. Dass sich alle Vorstellungen zu diesem Zeitpunkt allerdings nur auf den Gaming-Einsatz der Oculus Rift beschränkten, stieß Mark Zuckerberg etwas sauer auf, denn der Gaming-Markt interessierte ihn nicht wirklich. Erst die Erkenntnis, dass hier aller Voraussicht nach die Tür zur nächsten großen Computing-Plattform aufgestoßen wird, mit Auswirkungen in allen Bereichen der digitalen Welt, führte schließlich dazu, dass er sich das VR-Headset vorführen ließ.

Nach der ersten Vorführung kam es zeitnah zu einem etwas kuriosen Treffen an Oculus Rift’s Hauptsitz in Irvine, Kalifornien. Zuckerberg wollte sich die aktuellste Version des Headsets anschauen, allerdings hinterließ der Oculus Rift Begründer Palmer Luckey nicht unbedingt den besten Eindruck bei dem Treffen. Er stellte sich nämlich nur kurz vor und ging dann einfach wieder mit dem Verweis er hätte zu arbeiten. Das hatte sich Zuckerberg bestimmt anders vorgestellt und eigentlich gleicht das Ganze ein bisschen einem Affront. Lange übel genommen hat Zuckerberg ihm das aber anscheinend nicht. Die Demonstration der aktuellen Oculus Rift, hinterließ bei Zuckerberg schließlich einen bleibenden Eindruck und auch gemeinsamen Wurzeln in der Hacker-Kultur brachten die beiden letztendlich doch zusammen.

Ob es sich bei folgender Info nur um einen gut platzierten Marketing Aufhänger handelt, oder ob man über den 2 Milliarden Dollar Deal tatsächlich sinnvoll beim Pizza-Essen diskutieren kann, lassen wir mal dahingestellt. Zum Abschluss soll es jedenfalls das italienische Essen der Extraklasse gegeben haben. Wie viel Vorarbeit von Angestellten anderer Arbeitsebenen vorher notwendig war können wir nur vermuten. Für Facebook war es immerhin der erste Schritt in einen Markt für Unterhaltungselektronik, was für einen Social Media Unternehmen zumindest ungewöhnlich erscheint. Denkt man allerdings einen Schritt weiter und hört Mark Zuckerberg hin und wieder aufmerksam zu, erscheint der Deal nahezu richtungweisend für das Unternehmen. Facebook selbst ist schon eine virtuelle Welt, deren Begrenzungen im Medium der PCs oder Smartphones liegen. Wirklich sozial wird Facebook erst, wenn es realitätsnahe soziale Interaktionen zwischen seinen Nutzern ermöglicht. Genau dafür scheint die virtuelle Realität geradezu prädestiniert. Auch wenn momentan VR-Systeme eher einen geschlossenen, antisozialen Eindruck hinterlassen, schließlich ist man hinter einem VR-Headset im realen und im virtuellen Raum noch ziemlich allein unterwegs, könnte die Zukunft in ganz andere Richtungen gehen. Die Macher von Second Life haben unlängst bekannt gegeben an eine VR-Variante ihrer virtuellen Welt zu arbeiten und es ist zu vermuten, dass Facebook selbst an einer VR-Version seines Netzwerkes arbeitet und genau in diese Richtung zukünftig vorstoßen möchte. Die Vorstellung sich im virtuellen Raum zu begegnen ist schon recht verlockend, bedenkt man aber welche Macht dann Facebook über uns und unsere Gedanken haben könnte, ist sie wiederum erschreckend. Die VR-Headsets fungieren in diesem Fall als eine Schnittstelle zu unserem Gehirn, zu unseren Gedanken und Gefühlen. Jede persönliche Reaktion wird gespeichert und weiterverarbeitet, die Verlockung diese Daten abzugreifen ist einfach zu groß, als das dieser niemand erliegen würde. Dass der Weg dahin noch weit und steinig ist, weiß auch Mark Zuckerberg, so gab er bei einer Telefonkonferenz im Oktober 2014 bekannt:

Wie ich schon sagte, mit Oculus wir machen eine langfristige Wette auf die Zukunft des Computing. Jede 10-15 Jahre setzt sich eine neue, große Computing-Plattform durch und wir denken, Virtual und Augmented Reality sind wichtige Teile dieser nächsten Plattform.

Der nicht ganz billige Deal zeigt ganz klar, dass hier seitens Facebook große Hoffnungen auf der VR-Technologie liegen. Mit dem Einstieg Facebooks in den VR-Bereich wird die Aussicht auf eine sich flächendeckend durchsetzende Technologie enormen Auftrieb verliehen. Erfüllen sich diese Erwartungen, wird der Facebook-Deal als Meilenstein in die Technologie-Geschichte eingehen.

//Quelle: VanityFair
//Bilderquelle: Andrew Feinberg @ Fickr
Über den Autor
Tom Scharlock

Tom Scharlock

Virtual Reality Enthusiast der vorletzten Stunde, zu Hause in den zwiebelförmig Schichten der Matrix_en des Lebens und immer auf der Suche nach der roten Pille. The Blue One SuXs!

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